Ausstellung und Buch "Bling Bling Baby": Kitsch it if you can

   

Ausstellung und Buch "Bling Bling Baby": Kitsch it if you can

Darf’s ein bisschen mehr sein? Der Bildband „Bling Bling Baby“ serviert eine Extraportion Gold, Plüsch, Glitzer und Bonbons. Die durchinszenierte Fotokunst ist wie ein üppiges Mahl an Eyecandy, gewollter Kitsch der Geschmack, das Aroma zwischen zuckersüß und edelbitter. Daniel Sannwald tischt die goldene Nase auf, Mike Schreiber spielt mit HipHop-Symbolen und Inka & Niclas mit ihrer Art von Venushügel. Nur manchmal ist der Glamour schon so übersättigt, das die Grenze von Kunst zu Künstlich, von Kreativität zu Kommerz überschritten wird. Nicht immer braucht es die Kirsche auf dem Sahnehäubchen - aber auch das ist eine Frage des Appetits.

Wer mehr will: Ab dem 19.11. bis zum 15.1.2017 gibt’s die gleichnamige Ausstellung im NRW Forum in Düsseldorf. 

"Bling Bling Baby", Hrsg. Nadine Barth, 192 S., Hantje Cantz, 58 Euro. 

    Cover: Bling Bling Baby!
    Daniel Sannwald: Sang Woo Kim, Antidote Magazine
    Miles Aldridge: The Rooms #14. 2011
    Mike Schreiber: B.G.
    Wing Shya: Untitled. Shanghai 2009
    Inka & Niclas: The Belt of Venus and the Shadow of the Earth IV (Grundemark Nilsson Gallery Berlin / Stockholm)
    Daniel Sannwald: Janeil Williams, Pop Magazine. 2012
    Hassan Hajjaj: Mr J.C-Hayford (Taymour Grahne Gallery, New York)
    Ruud van Empel: World #20. 2006 (Courtesy Flatland Gallery, Amsterdam)