Critical Mask

Total aufgesetzt: So sind Gesichtsmasken zum Must-Have geworden

Ohne Sheets, Gel und Jelly kann eigentlich eine Insta-Week vergehen. Masken haben geschafft, was noch kein Pflege-Produkt bisher erreicht hat: Sie sind zu einer Art Must-Have geworden, werden offen zur Schau gestellt und stolz getragen – und dass, obwohl sie während der Applikation alles andere als schön machen.

Der Effekt kommt erst danach, so das Versprechen der Hersteller.
Oder doch schon dabei? Die Masken sind heute ein Tool. Ein bisschen ugly macht ja auch nahbar – Ein Wert, der in Kombination mit Makellosigkeit sonst gar nicht mal so einfach in ein Instaquadrat zu bekommen ist. Da hilft es sich natürlich, eine dicke Schicht Creme, schwarze Paste oder feuchtes Tuch auf das feinporige Gesicht zu legen – Denn: Damit sieht doch jeder ein bisschen blöd aus. Der Betrachter hat die Gewissheit, dass der Träger drunter doch mehr als in Ordnung ist – nein, sein muss. Wer, außer jemanden, der eben total attraktiv ist, würde sonst so selbstironisch verhässlicht in die Kamera gucken?
Eben. Die Masken machen also doch schön. Nur anders als gedacht.

[Text]
Laura Dunkelmann
[Foto]
Armin Morbach
[Model]
Nicole Atieno/SMC
[Maske]
Simon Albo
[Mantel]
Dries van Noten
Mai 8, 2017

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