In den letzten Wochen bekomme ich immer wieder Videos eingespielt, in denen Menschen ihre Woche anhand ihrer Gyms organisieren. Montag Reformer Pilates hier, Dienstag Strength Training dort. Für Recovery geht es noch einmal woanders hin, schließlich hat nicht jedes Studio die richtige Sauna oder den richtigen Cold Plunge.
Wann ist Sport eigentlich so kompliziert geworden? Ich versuche selber noch, überhaupt eine Routine zu finden – und ein Studio!
Früher war die Rechnung relativ einfach: Geräte, Umkleide, Dusche, fertig. Heute wollen wir gutes (Rot-)Licht und ein Ort, an dem der Handy-Tripod aufgebaut werden kann, motivierende Coachs, Reformer-Pilates, Sauna und Recovery. Umkleiden wie in einem Spa. Einen Kaffee danach und den perfekten Snack. Wenn man ohnehin schon da ist, einen Ort, an dem man auch gerne noch ein bisschen bleibt.
DIE KLASSISCHE MUCKIBUDE IST GONE.
Gyms sehen heute nicht nur besser aus. Unser Verhältnis zu Sport hat sich auch verändert. Training ist für viele kein notwendiges Übel mehr, um abzunehmen oder fit zu bleiben, sondern Lifestyle, Hobby, Gesundheit, Longevity, aber auch eine neue Art des Socializings. Wir verabreden uns zur Class, laufen gemeinsam im Run Club (anscheinend auch das perfekte Date?) und trinken danach Ceremonial Matcha.

