Als ich die drei Jungs zum Interview treffe, habe ich das Gefühl, als säßen mir drei Brüder aus drei unterschiedlichen Epochen gegenüber. Sebastian, im Glam-Rock-Anzug mit Mod-Haircut, hätte mühelos in die 1960er oder 1970er gepasst. Remington wirkt, als wäre er direkt der Grunge-Ära der Neunziger entsprungen. Und dann ist da Emerson: Er trägt einen Dandy-Anzug der 1920er-Jahre, eine Schirmmütze, Loafer mit roten Socken und mehrere Perlenketten um den Hals.
Wenn Emerson spricht, fühle ich mich wie Alice, die vor der weisen und mystischen Raupe im Wunderland steht. Er trägt eine ebenso runde Brille, wenn auch eine Sonnenbrille, eine Zigarette im Mundwinkel, und ich fühle mich teilweise in Trance versetzt. Er hat diese Aura eines Zeitreisenden, der eigentlich schon über 200 Jahre alt ist – umso weniger überrascht es mich, dass er nicht nur Drummer, Pianist und Songwriter ist, sondern sich ebenso intensiv in der bildenden Kunst ausdrückt.
