Future Fashion Week: Hamburg bekommt eine Modewoche und hoffentlich mehr Community

 

Heute startet die erste FUTURE FASHION WEEK Hamburg. Vom 6. bis 8. November zeigen unabhängige Labels aus Hamburg und Berlin ihre Ideen für die Zukunft der Mode. Das klingt nach einem großen Unterfangen in ungewissen Zeiten, die sich eher an der Vergangenheit orientieren und der Nostalgie hingeben. Die Future Fashion Week will dabei mehr sein als eine klassische Modewoche. Es geht um neue Produktionsweisen, wirtschaftliche Perspektiven und einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen. Vor allem aber um Vernetzung, Austausch und eine Community, die über einzelne Projekte hinauswächst. An der Entwicklung einer lebendigeren Fashion Community arbeiten die Hamburg Kreativ Gesellschaft und insbesondere das FABRIC – Future Fashion Lab Hamburg bereits seit zweieinhalb Jahren ganz konkret.

Denn was Hamburg bislang fehlt, ist eine sichtbare, vernetzte Szene, und eine Infrastruktur, die gerade junge Designkonzepte unterstützt – durch Zugang zu Räumen, Produktionsmöglichkeiten und Ressourcen, um aus kreativen Ideen tragfähige Perspektiven zu entwickeln.

Kann eine neue Modewoche daran etwas ändern? Mit dem FABRIC – Future Fashion Lab als zentralem Akteur bringt die neue Modewoche unterschiedliche Designpositionen aus Hamburg und Berlin zusammen. Statt klassischer Runways werden Stores, Galerien und ungewöhnliche Orte in der Innenstadt zur Bühne für neue Kollektionen, kreative Ideen und persönliche Begegnungen.

„Die klassische Fashion Week funktioniert über saisonale Kollektionen und Einkäufer:innen, die diese in den Retail bringen. Für kleine Labels ist das kaum erreichbar, denn sie haben gar nicht die Möglichkeit, in Showrooms präsentiert zu werden. Der Zugang zu Ressourcen und Produktion fehlt schon vorher. Deshalb haben wir mit dem FABRIC in den letzten zweieinhalb Jahren auf Strukturaufbau statt Fashion Week gesetzt. Unser Ziel ist ein Wandel in der Branche, der mehr Inklusion bedeutet und einen demokratisierten Zugang zu Infrastrukturen.“, sagt Ninu Dramis, Verantwortliche für Konzeption, Kooperationen & Programmkuration des FABRIC – Future Fashion Lab.

Mit dabei sind die Hamburger Labels FREIKOERPER, CHASHO, Hanna Richter, homie Upcycling, oonii.kidswear und OTHER DAYS sowie ELODIE CARSTENSEN, SELVA HUYGENS, format: und PLATTE aus Berlin. Viele der gezeigten Designs können direkt vor Ort gekauft oder bestellt werden.

TUSH begleitet die Premiere als Medienpartner und schaut sich an, was die Hamburger Mode heute zu bieten hat – und vor allem, was daraus werden könnte.

Den Auftakt macht heute Abend um 22:30 Uhr die Opening Party im FABRIC in der Galleria Passage. Der Eintritt ist frei, eine vorherige Registrierung erforderlich.

 

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