Ich bin Anfang 20 und plane schon, wann ich mit “Baby Botox” anfange. Wann Retinol in meine Pflegeroutine gehört, ob ich meinen Schlaf tracken sollte, wann Red-Light-Therapy sinnvoll wird und welche Supplements ich nehmen kann. Und mitten in diesem Gedankenkarussell taucht immer wieder ein Begriff auf: Longevity.
Kaum ein Trend scheint derzeit so präsent wie die Optimierung des eigenen Körpers und Longevity steht im Zentrum dieser Entwicklung. Dahinter steckt die Idee, nicht nur länger zu leben, sondern vor allem möglichst viele gesunde Jahre zu gewinnen.
Während die Zwanziger eigentlich als Zeit der Orientierung, des Ausprobierens und auch der Fehler galten, fühlen sie sich heute mehr wie der Start eines Countdowns an. Wir tracken unseren Schlaf, analysieren Blutwerte und denken über Prävention nach, lange bevor überhaupt etwas vorzubeugen ist.
Die eigentliche Frage ist deshalb nicht nur, ob ich diesen Wettlauf gegen meine innere Uhr antreten will, sondern ob es überhaupt einer ist.
Dr. Andrea Gartenbach ist Fachärztin für Innere und Funktionelle Medizin. Im Rahmen des Siemens Society Clubs auf der OMR habe ich mit ihr darüber gesprochen, was gesundes Altern heute bedeutet und warum Longevity oft anders aussieht, als Social Media es vermuten lässt.



