La Couche du Diable

Ein Spiel aus Schuld und Unschuld, Erinnerungen an seine Mutter und der Teufel im schwarzem Cape – das rötliche Odeur mutet sinnlich-weich, mit Rose, Holz und einem arabischen Touch.

Serge Lutens neusten Duft widmet er einer ganz besonderen Erinnerung, der ersten Schuld. „La Couche du Diable“ erzählt die Geschichte des Teufels, der dem vier Jahre alten Serge erschien: im hautengen, roten Anzug und schwarzem Cape. Vor seinem inneren Auge sah er die Gestalt, in einem Tuch auf dem Kaminsims. Neugierig griff er danach und eine Vase fiel zu Boden. Seine Mutter machte ihn dafür verantwortlich. Für die Tat, die eigentlich ein Unfall war und den Riss, der durch die Vase ging. „Aber wie könnte sich ein Unschuldiger schuldig fühlen?“ – wie der Riss durch die Vase zieht sich diese Frage bis heute durch sein Leben. Als uneheliches Kind im Frankreich der Nachkriegszeit aufgewachsen ist die Schuld trotz Unschuld ein Gefühl, das Serge Lutens stark geprägt hat. Buße tut er mit seiner Arbeit. Filme, Literatur, Make-up und Düfte – seine Trauma verwandelt er und schöpft aus ihnen immer wieder neue Kreationen.

„Um den Teufel zu rufen, muss man nicht mehr in die Hölle gehen. Die Erde kümmert sich schon darum! Ich brauche heute kein loderndes Feuer mehr. Meine Schuldgefühle holen mich nachts ein – entfacht von glühenden Kohlen über züngelnden Flammen.“

La Couche du Diable erhältlich über Serge Lutens

Video     Serge Lutens
Text        Simon Riepe

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